Spätburgunder im badischen Weinhaus Resch (Teil 1):

Zweimal im Jahr hat der geneigte Münchner Weinfreund die Möglichkeit das große Spektrum badischen Genossenschaftsweins kennenzulernen. Jeweils im Frühjahr und im Herbst veranstaltet das Badische Weinhaus Resch eine große Verkostung, bei der Repräsentanten der WGs anwesend sind. Also begab ich mich am vergangenen Sonntag, den 25.4.2010 in ein Dorf namens Deutenhausen bei Eching bei München.

Wählt man als Anfahrtsmedium die S-Bahn holt einen nach telefonischem Avis ein gegerbter Fahrer an der S-Bahn ab und bringt einen zügig vor Ort.  Ein altes Bauernhofgebäude, um ein Lager erweitert und für das Verkostungswochenende mit Partyzelt nochmals vergrößert, beherbergt eine Unternehmung, die sich Badischer Wein eKfr Monika Resch nennt. Dort kann der Weinfreund nun die Weine von 22 Winzergenossenschaften probieren.

In Vorbereitung auf einen harten Verkostungsmarathon, bedrängt von kleinen, dicken alten Männern (“Sogn Sie amoi, ham Sie a Sägspän in Eahna Wein?”) und dem Parfüm ihrer Ehefrauen, das so stark duftet, dass einem die Nasenscheidewand vibriert, versuche ich mich zu beschränken.

Ich wähle von den 22 WGs neun aus, nämlich Achkarren, Affental, Auggener Schäf, Beckstein, Durbach, Hex vom Dasenstein, Kiechlinsbergen, Königschaffhausen und Pfaffenweiler. Das ist keine spontane Auswahl, sondern ich fröne heute meiner Weinführerhörigkeit. Bis auf Kiechlinsbergen sind alle diese WGs in dem mir zur Verfügung stehenden Weinführerpool mindestens drei Mal erwähnt bzw. bewertet. In diesem Pool befinden sich Eichelmann 2010, Wein-Plus, Weingourmet: Die 800 besten Weingüter in Deutschland 2009, Onlineausgabe Gault Millau (2009) und Großer Johnson (2004). Kiechlinsbergen verkoste ich mit, weil mir letztes Jahr ihr Spätburgunder QbA so gut geschmeckt hat. Die Verkostungsnotizen, die sich auf Spätburgunder Rotwein beschränken, folgen in den nächsten Beiträgen.