Ja, den gibt es wirklich. Kumpel Backe, der in Regensburg lebt, deutete das schon letzten Sommer an, als wir auf dem Weg zur Paddeltour waren und ich den Kelheimer Stadtteil Kelheimwinzer für eine Weinwerbung hielt. Nein, hier in Kelheim gäb es keinen Wein, aber in der Gegend westlich von Regensburg.

Jüngst stieß ich nun auf die Meldung des bayrischen Landwirtschaftsministeriums, dass Brüssel sämtliche Qualitäts-, Prädikats- und Landweine Deutschlands in das europäische Register geschützter Ursprungsbezeichnungen bzw. geografischer Angaben aufgenommen hat.

Damit dürfen nur Weine aus den jeweiligen Anbauregionen entsprechend bezeichnet werden – davon gibt es in Bayern drei: Franken, das Bodenseeufer sowie das erwähnte kleine Anbaugebiet bei Regensburg.

Ein bayerischer Qualitäts- oder Prädikatswein ist damit künftig an der geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.) „Franken“ (bzw. „Württemberg“ für den Bereich bayerischer Bodensee) zu erkennen, ein Landwein an der geschützten geographischen Angabe (g.g.A.).

So muss etwa der „Landwein Main“ aus dem Einzugsbereich des Mains, der „Regensburger Landwein“ aus der Regensburger Region und der „Bayerische Bodensee Landwein“ vom Bodensee kommen. Die herkunftsgeschützten Weine müssen zudem bestimmte Qualitätskriterien erfüllen, ein Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung beispielsweise mindestens die Kriterien für den bisherigen Qualitätswein.

Tja, demnächst wird also ein Ausflug nach Regensburg fällig, um die Weine zu probieren. Diesen Besuch hat bereits Kollegin Nicola Neumann hinter sich. Über ihre gemischten Erfahrungen berichtet sie hier bei Würtz-Wein. Das Anbaugebiet selber stellt sich auf einer eigenen Seite vor. Die Produktspezifikation für den Regensburger Landwein ist auch ganz interessant.