<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>dreizehn° blog</title>
	<atom:link href="http://blog.13grad.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.13grad.com</link>
	<description>Winzer, Weine, Rebsorten &#38; Regionen</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 11:00:52 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Fossil trifft Urgestein: Uriah Heep verleiht Frankenweinpreise</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/05/fossil-trifft-urgestein-uriah-heep-verleiht-frankenweinpreise/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/05/fossil-trifft-urgestein-uriah-heep-verleiht-frankenweinpreise/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 May 2012 19:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Messen & Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=833</guid>
		<description><![CDATA[Am letzten Donnerstag, den 10. Mai 2012 wurden die besten Frankenweine des Best-of-Gold-Wettbewerbes in München prämiert. Die Überraschung dabei: Die Hardrocker von Uriah Heep bildeten mit dem Landwirtschaftsminister Brunner die älteste Boygroup des Kontinents und überreichten die Preise. Alles da! Wein, Weib, Gesang &#38; Urzeitschnecke. Uriah Heaps Mick Box (2.v.r.) reckt die Daumen, Meister Proper [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am letzten Donnerstag, den 10. Mai 2012 wurden die besten Frankenweine des Best-of-Gold-Wettbewerbes in München prämiert. Die Überraschung dabei: Die Hardrocker von Uriah Heep bildeten mit dem Landwirtschaftsminister Brunner die älteste Boygroup des Kontinents und überreichten die Preise.</p>
<p><img class="size-large wp-image-738" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Uriah-Heap-Gold-1024x600.jpg" alt="Alles da! Wein, Weib, Gesang &amp; Urzeitschnecke. Uriah Heaps Mick Box (2.v.r.) reckt die Daumen, Meister Proper neben ihm das Glas und dahinter posieren Winzer nebst ihrem Präsidenten im feinen Zwirn. Foto: Rudi Merkl" width="460" /><br />
<em>Alles da! Wein, Weib, Gesang &amp; Urzeitschnecke. Uriah Heaps Mick Box (2.v.r.) reckt die Daumen, Meister Proper neben ihm das Glas und dahinter posieren Winzer nebst ihrem Präsidenten im feinen Zwirn. Foto: Rudi Merkl</em><br />
<span id="more-833"></span></p>
<p>Der fränkische Weinbauverband präsentierte die diesjährigen Gewinner des Best-of-Gold-Wettbewerbes in der Münchner Eventlocation <a href="http://www.8-seasons.com/" target="_blank">8seasons</a> in der Sonnenstraße in München. Dabei hatte eine Jury im Vorfeld aus etwa 300 mit dem Frankenwein-Gold ausgezeichneten Weinen und einigen Nachreichungen die besten ausgewählt.</p>
<p>Zwar ist solch eine Veranstaltung ob der feinen Weine sowieso keine trockene Angelegenheit, doch diesmal sollten auch bacchantische Klänge den Partycharakter des Events unterstützen. Doch bevor die Altrocker von <a href="http://www.uriah-heep.com/newa/index.php" target="_blank">Uriah Heap</a> ein Ständchen geben durften, wurden erstmal die Trophäen überreicht.</p>
<p>Zusammen mit dem bayrischen Landwirtschaftsminister Brunner bildeten die Mannen um Leadgitarristen Mick Box auf der Bühne schnell die älteste Boygroup des Kontinents und verliehen die Preise in verschiedenen Kategorien. Alle Preisträger und ausgezeichneten Weine findet Ihr <a href="http://www.frankenwein-aktuell.de/uriah-heep-kuert-frankens-content439.htm" target="_blank">hier</a>, unsere Favoriten folgen weiter unten.</p>
<p>Die überreichte Trophäe, ein sog. Ceratit, ist eine Art versteinerte Urzeitschnecke. „Fossil trifft Urgestein“ witzelte ein Zuschauer, als er Mick Box mit der Trophäe in der Hand bemerkte. Der Musiker steht als einziger der Gründungsformation von 1969 noch auf der Bühne, die anderen Kollegen haben entweder bereits das Zeitliche gesegnet oder sind im Ruhestand.</p>
<div id="attachment_838" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Betsof-gold-e1337023767506.jpg"><img class="size-full wp-image-838" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Betsof-gold-e1337023767506.jpg" alt="So muss eine Bar aussehen: Warmgolden lockt bester Frankenwein" width="150" height="165" /></a><p class="wp-caption-text">So muss eine Bar aussehen: Warmgolden lockt bester Frankenwein</p></div>
<p>Dann heizte Uriah Heap den Anwesenden kräftig ein, allein die Tageszeit &#8211; der frühe Nachmittag &#8211; deckelte die Euphorie ein wenig. Selbst um eine Zugabe kamen die lärmenden Barden nicht herum. Dann gab es Frankenwein satt, wie immer kompetent dargereicht von der veranstaltenden Genussagentur <a href="http://www.culinarium-bavaricum.de/" target="_blank">Culinarium Bavaricum</a>.</p>
<p>Unsere Favoriten:</p>
<p><strong><a href="http://www.13grad.com/weine/weingut-geiger-soehne/thuengersheimer-johannisberg-mueller-thurgau-kabinett-trocken-mundart-238779" target="_blank">2011 Thüngersheimer Johannisberg Müller Thurgau Kabinett trocken &#8220;Mundart&#8221; Weingut Geiger &amp; Söhne</a></strong> in der Kategorie Kabinett Frucht. Feine Komplexität und Frische.</p>
<p><strong><a href="http://www.13grad.com/weine/horst-sauer/escherndorfer-lump-spaetlese-trocken-117376" target="_blank">2011 Escherndorfer Lump Riesling Spätlese trocken Weingut Horst Sauer</a></strong> in der Kategorie Premium Frucht. Unaufdringliche Fülle, knackige Frische, regionaltypisch.</p>
<p><strong><a href="http://www.13grad.com/weine/weingut-juliusspital/wuerzburger-stein-riesling-grosses-gewaechs-127892" target="_blank">2009 Würzburger Stein Silvaner Großes Gewächs Qualitätswein trocken Weingut Juliusspital Würzburg</a></strong>. Vielschichtig, abwechslungsreich, nachhaltig.</p>
<p>Bleibt also nur noch die Frage an den fränkischen Weinbauverband, ob Fossil &amp; Urgestein wirklich das Bild vermitteln, das ein heutiger Weintrinker vom Frankenwein haben soll. Beim Wein selbst gibt´s nichts zu kritteln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/05/fossil-trifft-urgestein-uriah-heep-verleiht-frankenweinpreise/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/05/fossil-trifft-urgestein-uriah-heep-verleiht-frankenweinpreise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Weingut von Racknitz: Wo einst ein Affe turnte</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/05/weingut-von-racknitz-wo-einst-ein-affe-turnte/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/05/weingut-von-racknitz-wo-einst-ein-affe-turnte/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 May 2012 13:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=819</guid>
		<description><![CDATA[Unlängst kam ich in die seltene und angenehme Situation, eine Viertelstunde in der Münchner Innenstadt verbummeln zu müssen. Auf der Suche nach etwas Ruhe, der erste schöne Frühlingsfreitag hatte reichlich Menschen angelockt, ging ich in den Innenhof des Alten Hofes, der ersten Münchner Residenz. Der Sage nach hatte hier einst ein Schwein seinen Weg zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unlängst kam ich in die seltene und angenehme Situation, eine Viertelstunde in der Münchner Innenstadt verbummeln zu müssen. Auf der Suche nach etwas Ruhe, der erste schöne Frühlingsfreitag hatte reichlich Menschen angelockt, ging ich in den Innenhof des Alten Hofes, der ersten Münchner Residenz. Der Sage nach hatte hier einst ein Schwein seinen Weg zur unbewachten Wiege des Thronfolgers gefunden. Ein Affe, den der Herzog als Haustier hielt, rettete jedoch das Wickelkind vor dem Borstenvieh und kletterte mit dem Kinde unterm Arm auf das Dach des höchsten <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alter_Hof_M%C3%BCnchen_Affenturm.jpg?uselang=de" target="_blank">Erkers</a> des Gebäudes. Todesgefahr fürs Erlauchte drohte!</p>
<p><img class="size-large wp-image-738" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Matthias-Adams-e1336396036458.png" alt="Lässt den Thronfolger lieber am Boden spielen: Matthias Adams vom Weingut von Racknitz" width="460" /><br />
<em>Lässt den Thronfolger lieber am Boden spielen: Matthias Adams vom Weingut von Racknitz</em><br />
<span id="more-819"></span><br />
Die Geschichte ging gut aus. Nachdem reichlich Bettzeug im Hofe ausgebreitet worden war, und man dem Affen Straffreiheit zugesichert hatte, kletterte er wieder hinunter und legte das Kind in die Wiege. Daran dachte ich, als ich den Innenhof betrat, wo statt der erwarteten Ruhe jedoch reichlich Rummel herrschte. Zu meiner Freude entdeckte ich inmitten eines Budenwirrwarrs einen Weinprobierstand des renommierten Naheweinguts <a href="http://www.von-racknitz.com/" target="_blank">von Racknitz</a>.</p>
<p>Weingutsbesitzer Matthias Adams betreute den Stand höchstselbst. Ob das hinter der Theke spielende Kind der Racknitzsche Thronfolger war, kann ich jetzt nur noch vermuten. Ein Affe war jedoch nicht in Sicht. Nachdem ich gerade eine Online-Befragung zum Thema Mineralität im Wein hinter mir hatte, verwickelte ich den freundlichen Winzer, der das Gut seit dem Jahr 2003 zusammen mit seiner Frau Luise von Racknitz-Adams führt, in ein Gespräch zu diesem Thema. Wenn heute ein Wein als mineralisch deklariert wird, ist das der Adelsschlag, auch weil keiner so recht weiß, was damit gemeint ist. Ein bisschen ist das wie bei des Kaisers neue Kleider. Ja, ja, Sie haben recht, eine ganz, feine, ganz besondere Art der Mineralität!</p>
<p><a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Disiboden.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-822" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Disiboden-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>2010 Odernheimer Kloster Disibodenberg Riesling Qualitätswein trocken Weingut von Racknitz</strong>, der mir gut gefiel. Straff, knackig und nachhaltig mit einem Ton in der Nase, der mit dem Schieferboden korrespondierte, auf dem die Trauben für diesen Wein, laut Herrn Adams, gewachsen sind. Tatsächlich bringt das Weingut seine Weine eher spät auf den Markt, was der sorgfältigen Bereitung (langes Hefelager, Spontanvergärung, etc.) geschuldet ist.</p>
<p><a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Klamm-e1336396119441.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-821" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Klamm-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Man habe auch nicht wie viele Kollegen den Jahrgang 2010 entsäuert, bemühte sich Herr Adams fast entschuldigend hinzuzufügen. Die vielen Verteidigungsreden für seine Art der Weinbereitung, die er gegenüber Probierenden mit säureempfindlichen Gaumen halten muss, waren ihm an seiner Miene anzumerken. Auch der zweite Wein ein <strong>2010 Niederhäuser Klamm Riesling Qualitätswein trocken Weingut von Racknitz</strong> brachte ein ähnlich prägnanten Geschmackseindruck auf die Zunge. Auf vulkanischem Boden gewachsen hatte er zumindest in der Nase ein breitere, reifere Art, am Gaumen zeigt er sich ebenso wie frisch wie der erste Wein.</p>
<p>Insgesamt fand ich beide Weine interessant und empfehlenswert. In München kann man einen Teil des Racknitzschen Portfolios bei <a href="http://www.manufactum.de/home.html" target="_blank">Manufactum</a> kaufen und dann auf der rückwärtigen Seite gleich die Gelegenheit nutzen, den schönen Erker zu bewundern, wohinauf einst der Affe mit dem Thronfolger turnte.</p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/05/weingut-von-racknitz-wo-einst-ein-affe-turnte/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/05/weingut-von-racknitz-wo-einst-ein-affe-turnte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Naturwein, der Führer, Birnen und Frauen: Warum Norwegerinnen länger schön sind.</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/04/deutscher-wein-hitler-birnen-und-frauen-warum-norwegerinnen-langer-schon-sind/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/04/deutscher-wein-hitler-birnen-und-frauen-warum-norwegerinnen-langer-schon-sind/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 11:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Deckers]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Maria Remarque]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Schumann]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft zur Geschichte des Weins]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwein]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Stübinger]]></category>
		<category><![CDATA[Weinrallye]]></category>
		<category><![CDATA[Weinrallye #50]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=246</guid>
		<description><![CDATA[„`Unser glorreicher Führer hat das alte Weingesetz modifiziert´, sagte sie. `Früher durfte bei Naturwein kein Zucker zugefügt werden. Jetzt darf sogar die Gärung unterbrochen werden.´ Sie sah mein verständnisloses Gesicht. `Das macht saure Weine in schlechten Jahrgängen süßer´ erklärte sie und lachte. `Ein Schwindel der Herrenrasse, um den Export zu erhöhen.´“ Diese Unterhaltung führen zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„<em>`Unser glorreicher Führer hat das alte Weingesetz modifiziert´, sagte sie. `Früher durfte bei Naturwein kein Zucker zugefügt werden. Jetzt darf sogar die Gärung unterbrochen werden.´ Sie sah mein verständnisloses Gesicht. `Das macht saure Weine in schlechten Jahrgängen süßer´ erklärte sie und lachte. `Ein Schwindel der Herrenrasse, um den Export zu erhöhen.´</em>“</p>
<div id="attachment_813" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Streng-e1335525692144.jpg"><img class="size-full wp-image-813" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Streng-e1335525692144.jpg" alt="" width="200" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Ist er noch genießbar oder vom Führer verdorben? Ein Naturwein von Oma geerbt.</p></div>
<p>Diese Unterhaltung führen zwei Liebende in Erich Maria Remarques Roman „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Nacht_von_Lissabon" target="_blank">Die Nacht von Lissabon</a>“ von 1961, dessen Handlung kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges spielt. Der Weinfreund und Antifaschist in mir wurde wach. Aha, dachte ich. Hitler hat also damals nicht nur die Welt, sondern auch den Wein verdorben. Nachdem aber das Verhältnis von Dichtung und Wahrheit mindestens so problematisch ist wie das von Wahrheit und Wein, wollte ich es doch genau wissen und begann zu recherchieren.<br />
<span id="more-246"></span><br />
Ich befragte <a href="http://www.faz.net/redaktion/daniel-deckers-11104510.html" target="_blank">Dr. Daniel Deckers</a> den Autor des sehr empfehlenswerten Buches <a href="http://www.zabern.de/buch/Im_Zeichen_des_Traubenadlers/20933" target="_blank">„Im Zeichen des Trauben-Adlers: Eine Geschichte des deutschen Weins“</a>. Er lehnte den Generalverdacht, der im obigen Zitat aufscheint, rundweg ab. Die Nazis hätten den Naturwein-Gedanken eher befördert und andererseits das Aufbessern als wesenhafte Praxis jüdischer Weinhändler diffamiert. Gleichzeitig bot diese Diffamierung eine der ideologischen Grundlagen, mit der diese Weinhändler sukzessive aus dem Markt gedrängt wurden, bevor dann Berufsverbote folgten.</p>
<p>Das Aufbessern des Weines sei schon vor den Nazis jahrzehntelange Praxis gewesen, so Dr. Fritz Schumann, Vizepräsident der <a href="http://www.geschichte-des-weines.de/" target="_blank">Gesellschaft zur Geschichte des Weines e. V</a>. Das Weingesetz von 1930, verabschiedet noch vor Hitlers Machtergreifung, habe dann aber eine gewisse Klarheit geschaffen. Als Naturwein durfte auf dem Etikett fortan nur Wein bezeichnet werden, der nicht aufgebessert war. Für die anderen Weine, die verbessert wurden, seien zu diesem Zeitpunkt Richtlinien erlassen worden, wie und in welchem Maße eine Verbesserung vorzunehmen war.</p>
<p>Die absichtsvolle Gärunterbrechung, die bei Remarque ebenfalls erwähnt wird, sei zwar ab den 1920er Jahren möglich gewesen, wurde aber erst nach dem Kriege gängige Praxis, so Schumann weiter. Das Kontrollieren der Gärung durch die Steuerung der Temperatur sei damals natürlich nicht möglich gewesen. Stattdessen habe man durch Schwefelzusatz die Gärung gestoppt und die Hefen durch Sterilfilter aus dem Wein entfernt. Diese Sterilfilter waren aber in den 1930er Jahren noch nicht in dem Maße verbreitet, dass man von einem gängigen Phänomen sprechen könnte.</p>
<div id="attachment_249" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Spiegel-161958-e1296593803800.png"><img class="size-full wp-image-249" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Spiegel-161958-e1296593803800.png" alt="" width="200" height="271" /></a><p class="wp-caption-text">Oskar Stübinger: Riecht dieser Wein nach Birne, Pferd oder gar nach Frau?</p></div>
<p>In dieses Horn stößt auch im Jahr 1958 der rheinland-pfälzische Weinbauminister Oscar Stübinger in einem Interview im Spiegel, als er den Beginn dieser Praxis sogar in die Zeit nach dem Krieg verlegt.</p>
<p>Das Interview ist nicht nur in dieser Hinsicht aufschlussreich, sondern bietet an anderer Stelle ein Plädoyer für den deutschen Wein, dessen Argumentation herausragend ist und hier nicht verschwiegen werden kann. Frauen aufgepasst!:</p>
<p>„<em>Und einen reinen Wein! Dann aber sind die Qualitäten, die wir hier in Deutschland erzielen und erzeugen, so weltüberragend, daß man eine solche Sache nicht aufgeben kann. Nun will ich Ihnen noch kurz erklären, warum unsere deutschen Weine so sind. Das hängt in erster Linie mit folgendem zusammen: Jedes Produkt, jedes tierische Produkt und jedes menschliche Produkt, ob wir ein Pferd nehmen oder ‘nen Menschen oder eine Pflanze, einen Apfel oder eine Birne, ist um so besser, je länger seine Vegetationszeit dauert. Wenn Sie die nordischen Menschen nehmen, je weiter Sie heraufgehen nach Norwegen oder Schweden, dann können Sie feststellen, daß die Menschen sich dort in ihrem Status und in ihrer Vegetation oder in ihrem Leben in einem viel besseren und langsameren Tempo entwickeln und heranreifen – die Damen behalten länger ihre Schönheit -, als wenn Sie Menschen in Italien nehmen. Wenn Sie eine Frau von 30 Jahren nehmen aus Oslo oder aus Schweden und stellen daneben eine Frau aus Rom, dann werden Sie wahrscheinlich bestätigt finden, daß sich die Menschen im Süden viel schneller entwickeln. Genauso ist es auch bei der Pflanze.</em>“ (Quelle: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41761196.html">SPIEGEL 16/1958</a>)</p>
<p>Der trainierte Antifaschist erkennt natürlich schnell, was hier im Inneren des Ministers noch wütet. So hat nun der Führer, wie von den Figuren Remarques behauptet, nicht den Naturwein verdorben, sondern viel schlimmer die Hirne und Herzen der Menschen. Der Naturwein hingegen bleibt für mich ein problematischer Begriff, zu sehr ist Wein ein kulturelles Produkt. Da schlage ich mich lieber mit den diversen Bio-Etiketten herum, das ist parlamentarische Demokratie: Konkurrierende Meinungen und produktive Verwirrung über das, was richtig ist.</p>
<p>Dieser Blog ist eine überarbeitete Fassung eines bereits erschienenen Artikels. Er ist intensiver recherchiert (Gespräche mit Herrn Deckers &amp; Herrn Schumann), die inhaltliche Aussage und die Zitate sind jedoch gleich geblieben. Die Neufassung erscheint im Rahmen der Weinrallye # 50 zum Thema &#8220;Naturwein&#8221;. Infos zur Weinrallye <a href="http://weingut-lisson.over-blog.com/article-weinrallye-50-naturwein-und-konsorten-101347144.html" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><span style="font-size: 14px"><br />
</span></p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/04/deutscher-wein-hitler-birnen-und-frauen-warum-norwegerinnen-langer-schon-sind/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/04/deutscher-wein-hitler-birnen-und-frauen-warum-norwegerinnen-langer-schon-sind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Test: dreizehn° probiert fränkische Silvaner</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/04/test-dreizehn%c2%b0-probiert-frankische-silvaner/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/04/test-dreizehn%c2%b0-probiert-frankische-silvaner/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 10:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerspital]]></category>
		<category><![CDATA[Escherdorfer Lump]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[GWF]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Sauer]]></category>
		<category><![CDATA[Juliusspital]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Rothe]]></category>
		<category><![CDATA[Silvaner]]></category>
		<category><![CDATA[Weingut Rothe]]></category>
		<category><![CDATA[Winzer Sommerach]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=796</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem dreizehn° die Spargel-liebt-Silvaner-Aktion von Culinarium Bavaricum unterstützt, haben wir natürlich auch ein paar Silvaner probiert (und tun es immer noch). Knallhart repräsentativ ist die Auswahl nicht, denn unter den Kostproben sind auch ein paar 2010er Weine. Die Weindetails und Wertungen sind natürlich auch auf dreizehn° einzusehen. Die Lichtbrechung im Glas verkleinert meine Nase: Danke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem <a href="http://www.13grad.com/" target="_blank">dreizehn°</a> die Spargel-liebt-Silvaner-Aktion von <a href="http://www.culinarium-bavaricum.de/" target="_blank">Culinarium Bavaricum</a> unterstützt, haben wir natürlich auch ein paar Silvaner probiert (und tun es immer noch). Knallhart repräsentativ ist die Auswahl nicht, denn unter den Kostproben sind auch ein paar 2010er Weine. Die Weindetails und Wertungen sind natürlich auch auf dreizehn° einzusehen.</p>
<p><img class="size-large wp-image-738" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Moi-trinkend-e1335175858545.jpg" alt="Die Lichtbrechung im Glas verkleinert meine Nase: Danke Kay!" width="460" /><br />
<em>Die Lichtbrechung im Glas verkleinert meine Nase: Danke Kay!</em><br />
<span id="more-796"></span></p>
<p>Von der größten Winzergenossenschaft in Franken, der <a href="http://www.13grad.com/winzer/gwf-winzergemeinschaft-franken" target="_blank">Winzergemeinschaft GWF</a>, habe ich zwei Weine probiert, die meist im Lebensmitteleinzelhandel zu finden sind, in München z. B. bei REWE oder EDEKA. Der <a href="http://www.13grad.com/weine/gwf-winzergemeinschaft-franken/silvaner-qualitaetswein-trocken-weingalerie-238712" target="_blank">2011 Silvaner Qualitätswein trocken „Weingalerie“ Winzergemeinschaft GWF</a> fällt in der Nase nicht besonders auf. Die Sortentypizität tritt hinter frisch-zitrische Noten zurück, die Säure mild bis spürbar, am Gaumen schlank und frisch. Insgesamt ein guter Alltagswein, wenn man den Preis von etwa vier Euro in Rechnung stellt und keine zu hohen Ansprüche an die Typizität stellt.</p>
<p>Der zweite Wein ein <a href="http://www.13grad.com/weine/gwf-winzergemeinschaft-franken/silvaner-kabinett-trocken-franken-praedikatswein-238711" target="_blank">2011 Silvaner Kabinett trocken &#8221; Franken Prädikatswein&#8221; Winzergemeinschaft GWF</a> glänzt zwar in der Nase mit etwas mehr silvanertypischer Aromatik wirkt aber Gaumen etwas hohl, fand ich nur befriedigend, obwohl er mit fünf Euro etwas teurer war.</p>
<p>Bei <a href="http://www.13grad.com/haendler/jacques-wein-depot-wein-einzelhandel-gmbh-100" target="_blank">Jacques` Weindepot</a> zum Standardsortiment gehört der <a href="http://www.13grad.com/weine/juliusspital-17577/silvaner-qualitaetswein-trocken-edition-238759" target="_blank">2011 Silvaner Qualitätswein trocken „Edition“ vom Juliusspital</a> (ca. 7,60 Euro). Das Weingut ist auf dem Rückenetikett allerdings nur als Abfüller aufgeführt. Die Nase ist deutlicher als bei den GWF-Weinen und typisch. Am Gaumen recht saftig, deutsch trocken mit feinsten Bittertönen im Abgang. Insgesamt ordentlich bis gut. Ähnlich auch der Einstiegssilvaner <a href="http://www.13grad.com/weine/buergerspital-zum-hl-geist-20662/silvaner-qualitaetswein-trocken-29011?wineid=29011&amp;vintage=1" target="_blank">2011 Silvaner Qualitätswein trocken „Spargeletikett“ </a>vom Bürgerspital. Modern, zugänglich, deutsch trocken. Befriedigend bis gut, Preis liegt bei etwas über sieben Euro.</p>
<p>Teurer ist der <a href="http://www.13grad.com/weine/winzergenossenschaft-sommerach-eg-17727/silvaner-qualitaetswein-trocken-weinreich-e1ns-238709" target="_blank">2010 Silvaner Qualitätswein trocken Weinreich E1INS Winzer Sommerach</a>. Mit seiner gelbgoldenen Farbe unterscheidet er sich auch optisch von den anderen, die eher blassgelb bis grüngelb daherkommen. Die Nase ziemlich deutlich, auch nussig-gelbfruchtige Aromen. Am Gaumen dann aber etwas enttäuschend. Frucht und Säure wirken nicht ausbalanciert. Insgesamt gerade noch gut bei einem Preis von etwa zehn Euro.</p>
<p>Mein beiden Favoriten waren der <a href="http://www.13grad.com/weine/horst-sauer-6008/escherndorfer-lump-silvaner-kabinett-trocken-238693" target="_blank">2011 Escherndorfer Lump Silvaner Kabinett trocken von Horst Sauer</a>, den er uns gegenüber als „Spaßwein“ bezeichnete, und der genau das vermittelt. Typisch, frisch und angenehm mit einer Prise Tiefgang. Gut bis sehr gut. Kostet ca. neun Euro.</p>
<p>Ein bisschen preiswerter, aber dafür ein Bio-Wein ist der<a href="http://www.13grad.com/weine/weingut-rothe-57074/silvaner-qualitaetswein-trocken-238743" target="_blank"> 2010 Silvaner Qualitätswein trocken Weingut Rothe</a> von Manfred Rothe. In der Nase sortentypisch und ordentlich komplex dazu Zitrisches, Gelbfruchtiges und fein Vegetabiles. Am Gaumen schlank, trocken und frisch. Für den Preis von 8,50 Euro und die Bioqualität bekommt er ein sehr gut.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Fränkischer Silvaner macht Spaß. Selbst die GWF-Weine sind keine Durchfaller und können locker mit irgendwelchen Fünf-Euro-Italienern mithalten, die einem nachgeworfen werden. Über den 2011er Jahrgang zu urteilen, wäre ob der Zahl der Kostproben vermessen. Der erste Eindruck ist gut. Wir kosten weiter und halten Euch auf dem Laufenden.</p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/04/test-dreizehn%c2%b0-probiert-frankische-silvaner/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/04/test-dreizehn%c2%b0-probiert-frankische-silvaner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Virtuelles und Reelles: dreizehn° beobachtet einen Minister beim Spargelstechen</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/04/virtuelles-und-reelles-dreizehn%c2%b0-beobachtet-einen-minister-beim-spargelstechen/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/04/virtuelles-und-reelles-dreizehn%c2%b0-beobachtet-einen-minister-beim-spargelstechen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 21:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Messen & Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=772</guid>
		<description><![CDATA[Selten sieht man einen Minister mit dreckigen Händen, doch diesmal war es so weit. Eigenhändig stach Helmut Brunner unter den fachkundigen Augen der Schrobenhauser Spargelprominenz in einen Erdhaufen und förderte per Hand das köstliche weiße Feingemüse zu Tage: eine Spargelstange. Herr Minister Brunner sticht, während hinten links Herr Plöckl, Vorsitzender des Spargelerzeugerverbandes Südbayern, die Luft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selten sieht man einen Minister mit dreckigen Händen, doch diesmal war es so weit. Eigenhändig stach Helmut Brunner unter den fachkundigen Augen der Schrobenhauser Spargelprominenz in einen Erdhaufen und förderte per Hand das köstliche weiße Feingemüse zu Tage: eine Spargelstange.</p>
<p><img class="size-large wp-image-738" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/brunner-spargelstich-e1334522706160.jpg" alt="Herr Minister Brunner sticht, während hinten links Herr Plöckl, Vorsitzender des Spargelerzeugerverbandes Südbayern, die Luft anhält, ob´s wirklich gelingt." width="460" /><br />
<em>Herr Minister Brunner sticht, während hinten links Herr Plöckl, Vorsitzender des Spargelerzeugerverbandes Südbayern, die Luft anhält, ob´s wirklich gelingt.</em><br />
<span id="more-772"></span><br />
Die fruchtbare Erde samt Gemüse lagerte natürlich feinsäuberlich zusammengeschoben auf einem mobilen Podest, das den anwesenden Fotografen verwertbare Bilder ermöglichte. Herr Brunner eröffnete so die bayrische Spargelsaison und gab gleichzeitig den Startschuss für die Aktion Spargel liebt Silvaner, die wir von dreizehn° zusammen mit unserem Partner Culinarium Bavaricum unterstützen.</p>
<p>Feucht und kühl war´s, als ich mit Kollege Kay auf dem Viktualienmarkt eintraf, wo wir Zeugen dieses Ministerauftritts wurden. Zunächst sorgten Goasslschnalzer und die Feuerwehrkapelle Schrobenhausen zumindest für heiße Ohren, bis Herr Brunner eintraf und zur geplanten Amtshandlung schritt. Eskortiert von der fränkischen Weinkönigin Melanie Dietrich und der Schrobenhauser Spargelkönigin Daniela Kügler schritt er zur Tat und pries anschließend auf herzliche Weise die Vorzüge des Spargels. Noch vor Speisezwiebeln und Einlegegurken die wichtigste Gemüsekultur in Bayern. Er vergaß auch nicht, den fränkischen Silvaner zu loben, der den Spargel in all seinen Variationen aufs Beste begleitet.</p>
<div id="attachment_739" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-739" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Rothe.png" alt="" width="300" /><p class="wp-caption-text">Biowinzer Manfred Rothe will Jahrgangseigenheiten bewahren.</p></div>
<p>Nach diesem offiziellen Teil drehten Kay und ich noch eine gemütliche Runde über den Viktualienmarkt und besuchten einige der Winzer, die ihre Schoppen hier vorstellten. Am Tölzer Kasladen stand Manfred Rothe vom <a title="Weingut Rothe" href="http://www.13grad.com/winzer/weingut-rothe-57074" target="_blank">Weingut Rothe</a>, dessen Plädoyer für Jahrgangstypizität, Verzicht auf Qualitätsstufen und Lagendeklaration uns beeindruckte.</p>
<p>Unweit davon regierte Egon Schäffer mit Junior Peter vom <a title="Weingut Schäffer" href="http://www.13grad.com/winzer/egon-schaeffer-56772" target="_blank">Weingut Schäffer</a> den eigenen Stand. Nachdem ein TV-Team den Präsidenten des fränkischen Weinbauverbandes Artur Steinmann dort interviewt hatte, fand Herr Schäffer Zeit auch ein paar Worte mit uns zu wechseln. Er entpuppte sich als Meister des fränkisch trockenen Humors: „Beim Wein gibt es sowieso nur zwei Bewertungsmöglichkeiten: Schmeckt oder schmeckt nicht!“</p>
<p>Näher am Fisch als am Spargel, weil vor dem Fischgeschäft Nordsee stehend, befand sich Winzer <a title="Privat-Weingut Schmitt" href="http://www.13grad.com/winzer/privat-weingut-schmitt-38236" target="_blank">Manfred Schmitt</a> vom Privat-Weingut Schmitt. Er präsentierte neben seinen Silvanern auch ein Silvaner-Müller Thurgau-Cuvee, den <a title="SpargeLust" href="http://www.13grad.com/weine/privat-weingut-schmitt-38236/qba-trocken-spargelust-238728" target="_blank">SpargeLust</a>. Ja, genau das dachten wir auch. Müsste es nicht Spargellust heißen? Herr Schmitt freute sich diebisch über unsere Nachfrage. Der kleine Fehler erzeuge, wie wir nun erfahren hätten, Gedächtniskleber. Er erklärte aber im Nachsatz, dass ein Elsässer Winzer sich den richtig geschrieben Begriff habe schützen lassen.</p>
<p><img class="size-large wp-image-738" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/schmitt-e1334523581236.png" alt="Zwei Spargel, ein Bocksbeutel: Kay Liedl, Manfred Schmitt, Jan Potthast (v.l.n.r.)" width="460" /><br />
<em>Zwei Spargel, ein Bocksbeutel: Kay Liedl, Manfred Schmitt, Jan Potthast (v.l.n.r.)</em></p>
<p>Erneut geriet nun der Minister in den Blick, der nur geschützt durch Leib und Anzug der Witterung trotzte, einzig gewärmt durchs Blitzlichtgewitter, das stets auf ihn herniederging. Wir waren froh, denn uns wärmte fränkischer Silvaner und in Ermangelung der angekündigten Spargelsuppe eine herzhafte Bratwurst vom Schlemmermayer. Und die Hände hatten wir uns auch nicht schmutzig gemacht.</p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/04/virtuelles-und-reelles-dreizehn%c2%b0-beobachtet-einen-minister-beim-spargelstechen/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/04/virtuelles-und-reelles-dreizehn%c2%b0-beobachtet-einen-minister-beim-spargelstechen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Spargel liebt Silvaner!</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/04/spargel-liebt-silvaner/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/04/spargel-liebt-silvaner/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 19:45:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=752</guid>
		<description><![CDATA[Spargel liebt Silvaner: dreizehn° unterstützt die Aktion von Culinarium Bavaricum und präsentiert alle Weine, Winzer und Händler.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kommenden Mittwoch, den 11. April 2011 eröffnet der bayrische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner die Spargelsaison auf dem Viktualienmarkt im Herzen Münchens. Gleichzeitig startet die Aktion „Spargel liebt Silvaner“ von <a href="http://www.culinarium-bavaricum.de/" target="_blank">Culinarium Bavaricum</a> erstmals unterstützt von dreizehn°- Dein Wein.</p>
<p><img class="size-large wp-image-738" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/08-1-1024x820.jpg" alt="Kay Liedl, Thomas Platzer, Susanne Platzer, Jan Potthast &amp; Norbert Schauermann (v.l.n.r.)" width="460" /><br />
<em style="font-size:11px; line-height:1.5em;">Kay Liedl, Thomas Platzer, Susanne Platzer, Jan Potthast &amp; Norbert Schauermann (v.l.n.r.)</em><br />
<span id="more-752"></span><br />
Nach der <a href="http://blog.13grad.com/2012/03/hurra-dreizehn%C2%B0-gewinnt-seedlounge-pitch/#more-693" target="_blank">erfolgreichen Präsentation</a> unseres Konzepts auf der CeBit startet dreizehn° nun ins wirkliche Leben. Im bayrischen Landtag besiegelten wir unsere Kooperation mit Culinarium Bavaricum bei einem Glas Secco. Das Herz der Agenturinhaberin Frau Susanne Platzer schlägt für regionale landwirtschaftliche Produkte, die sie mit ihren Kampagnen den Genießern näherbringen will.</p>
<p>Kenner wissen: Ein typisches Gericht einer Region harmoniert am besten mit einem Wein aus der Gegend. Die Aktion <a href="http://www.spargel-liebt-silvaner.de/" target="_blank">„Spargel liebt Silvaner“</a> von Culinarium Bavaricum will genau das, den passenden fränkischen Wein zum bayrischen Spargel anbieten. Und deshalb hat Frau Platzer eine Reihe von fränkischen Winzern gewonnen, die zum Spargelstich auf dem Viktualienmarkt ihre knackigen Silvaner präsentieren. In den folgenden Wochen beteiligen sich viele Weinhändler in und um München an dieser Aktion und halten die passenden Tropfen bereit.</p>
<p>dreizehn° wird hierbei als Wegweiser von der virtuellen in die wirkliche Welt dienen. Wir haben alle Informationen zu den beteiligten Weinen, Winzern und Händlern in ein frei zugängliches Angebot unserer Seite <a href="http://www.13grad.com/spargel-liebt-silvaner">www.13grad.com</a> integriert.</p>
<p>Besucher von dreizehn°-Dein Wein können sich dort im Detail über alle Weine, Winzer und Händler informieren, und vor allem den Wein draußen in der echten Welt finden. Damit nicht genug. Mit einem herunterladbaren Gutschein gibt es für die Besucher von dreizehn° bei ausgewählten Weinen einen echten Vorteil fürs Portemonnaie: Rabatt beim Einkauf vor Ort!</p>
<p>Wer noch mehr will, wie z.B. seine Weinerfahrungen mit anderen Nutzern teilen oder andere Weine und Winzer entdecken, kann sich darüber hinaus bei dreizehn° registrieren. Beim demnächst erfolgenden Start der beta-Phase unserer Seite wird die Anmeldung freigeschaltet, und dann geht&#8217;s richtig los.</p>
<p>Bis dahin heißt es erstmal Spargel kaufen, mit dreizehn° einen passenden fränkischen Silvaner finden und in Ruhe genießen!</p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/04/spargel-liebt-silvaner/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/04/spargel-liebt-silvaner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frau Stamm dankt, der Wein baut, Horst Sauer serviert einen Spaßwein: Eröffnung der Ausstellung Wein &amp; Architektur</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/04/frau-stamm-dankt-der-wein-baut-horst-sauer-serviert-einen-spaswein-eroffnung-der-ausstellung-wein-architektur/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/04/frau-stamm-dankt-der-wein-baut-horst-sauer-serviert-einen-spaswein-eroffnung-der-ausstellung-wein-architektur/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 20:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=737</guid>
		<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag, den 29.3.2012 marschierte dreizehn° erstmals geschlossen in die heiligen Hallen der bayrischen Politik. Zusammen mit den Kollegen von Culinarium Bavaricum rieben wir Schultern mit fränkischen Winzergrößen und bayrischer Landespolitik. All das geschah anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Architektur &#38; Wein“, die Landtagspräsidentin Barbara Stamm im bayrischen Landtag in München eröffnete. Wem dankt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Donnerstag, den 29.3.2012 marschierte dreizehn° erstmals geschlossen in die heiligen Hallen der bayrischen Politik. Zusammen mit den Kollegen von <a href="http://www.culinarium-bavaricum.de/" target="_blank">Culinarium Bavaricum</a> rieben wir Schultern mit fränkischen Winzergrößen und bayrischer Landespolitik. All das geschah anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Architektur &amp; Wein“, die Landtagspräsidentin Barbara Stamm im bayrischen Landtag in München eröffnete.</p>
<p><img class="size-large wp-image-738" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Stamm-1024x512.jpg" alt="Wem dankt sie noch: Herzlich, in rotem Gewand und niemanden vergessend, Landtagspräsidentin Frau Stamm" width="460" /><br />
<em style="font-size:11px; line-height:1.5em;">Wem dankt sie noch: Herzlich, in rotem Gewand und niemanden vergessend, Landtagspräsidentin Frau Stamm</em></p>
<p><span id="more-737"></span><br />
Das fußballfeldgroße Gemälde „Die Seeschlacht von Salamis“ von Kaulbach dominierte den Vortragssaal visuell, während die Unterfränkin und erklärte Weinfreundin Frau Stamm ihre einleitenden Worte sprach. Wenig beneidenswert war ihre Rolle, denn erst nach etwa fünfzehn Minuten Dank an die diversen Funktionäre gab sie einen erinnernswerten Satz von sich: „Kultur, Heimat und Tradition sind Standortfaktoren.“ Sowas haut natürlich rein, denn bedeutet dies etwas anderes als, dass Werte, die einst für sich standen, ihre Existenzberechtigung vornehmlich auf ökonomische Verwertbarkeit gründen?</p>
<div id="attachment_739" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Weinprinzessin-e1333312857435.jpg"><img class="size-medium wp-image-739" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Weinprinzessin-300x271.jpg" alt="" width="300" /></a><p class="wp-caption-text">Contenance. Weinprinzessinnen.</p></div>
<p>Es folgte ein interessanter Vortrag von Horst Kolesch, dem Präsidenten der Wein- und Gartenbauanstalt von Veitshöchstheim zum eigentlichen Thema: „Architektur und Wein“. Die erste Markierung für bemerkenswerte Weinarchitektur lokalisierte er im Bordelais Mitte des 19. Jahrhunderts. Durch die Klassifikation der Weingüter dort konnte erstmals soviel Aufmerksamkeit und Kapital generiert werden, dass man Weingüter errichtete, die zwar immer noch Zweckbauten waren, aber in ihrem Baustil bereits repräsentative Funktionen integrierten. Den großen Aufschwung erlebte die Weingutsarchitektur jedoch, laut Kolesch, in den USA seit den 1970er Jahren. Von hier aus bewegte sich dieser Trend über Südamerika, Neuseeland und Südafrika, bis er in den 1980er Jahren Europa erreichte.</p>
<p>Inzwischen gibt es auch in Franken einige Beispiele für moderne Weingutsarchitektur, die in der Ausstellung zu betrachten sind. Die Funktion dieser Architektur findet Kolesch vielfältig: Sie dokumentiert die Bewegung hin zu Service und Genusskultur ebenso wie den Veränderungswillen einer Region. Guter Wein allein reicht nicht, so sein Schlusswort, „Hinter der Qualität ihrer Weine muss die Region stehen“, die sich sozusagen in repräsentativer Architektur zeigt.</p>
<p><img class="size-large wp-image-738" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Sauer-Schauermann-Moi-1024x644.jpg" alt="Sauer macht lustig: Norbert Schauermann, Horst Sauer und ich war auch dabei (v.l.n.r.)" width="460" /><br />
<em style="font-size:11px; line-height:1.5em;">Sauer macht lustig: Norbert Schauermann, Horst Sauer und ich war auch dabei (v.l.n.r.)</em></p>
<p>Im Anschluss folgte eine kurze Diskussion, an der u. a. die fränkischen Vorzeigewinzer Horst Sauer und Paul Fürst teilnahmen, bevor wir alle ins Foyer strebten, um uns an Gesprächen und Weinen zu erquicken. Ausgeschenkt von den zahlreichen fränkischen Weinprinzessinnen &#8211; sehr kompetent und nett Christine I. aus Frickenhausen &#8211; wurde u. a. <strong>Horst Sauers 2011er Escherndorfer Lump Silvaner Kabinett trocken</strong>. Im Gespräch mit uns bezeichnete Horst Sauer diesen Wein als Spaßwein. Früh gelesen, mit knackiger Säure und frischer Frucht soll er schnell und mit Spaß getrunken werden. Das klappte, soweit es mich betraf, sehr gut. Ebenfalls eine Freude auch die<strong> 2011er Innere Leiste Riesling Spätlese trocken vom Staatlichen Hofkeller</strong>, die mit Frische und Lagentypizität glänzte. Wenn Politik immer so gut schmeckt, kommen wir gerne wieder in den Landtag.</p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/04/frau-stamm-dankt-der-wein-baut-horst-sauer-serviert-einen-spaswein-eroffnung-der-ausstellung-wein-architektur/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/04/frau-stamm-dankt-der-wein-baut-horst-sauer-serviert-einen-spaswein-eroffnung-der-ausstellung-wein-architektur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eigentlich gibt es keinen Biowein. Oder doch?</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/03/eigentlich-gibt-es-keinen-biowein-oder-doch/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/03/eigentlich-gibt-es-keinen-biowein-oder-doch/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 21:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=719</guid>
		<description><![CDATA[In meiner Zeit als Weinverkäufer kamen doch immer mal wieder Weintrinker in den Laden, die nach einem Biowein verlangten. Zwar fand mein Chef es nie so doll, wenn ich den Kunden dann sagen durfte, dass es Biowein (als offizielle rechtliche Norm) nicht gibt, aber machen konnte er dagegen nichts. Denn ich hatte recht. Doch jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner Zeit als Weinverkäufer kamen doch immer mal wieder Weintrinker in den Laden, die nach einem Biowein verlangten. Zwar fand mein Chef es nie so doll, wenn ich den Kunden dann sagen durfte, dass es Biowein (als offizielle rechtliche Norm) nicht gibt, aber machen konnte er dagegen nichts. Denn ich hatte recht. Doch jetzt soll sich das ändern.<br />
<a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/EU_Organic_Logo_Colour_OuterLine_rgb-e1332768870395.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-730" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/EU_Organic_Logo_Colour_OuterLine_rgb-e1332768870395.jpg" alt="" width="460" height="306" /></a><br />
<span id="more-719"></span></p>
<p>Bis dato durfte auf einer Flasche nur stehen, dass es sich um einen Wein aus Trauben aus biologischer Landwirtschaft handelte, denn nur der Anbau der Trauben für derartige Weine war von der EU geregelt. Dass heißt auch ein Werbeschild im Laden à la „Hier gibt´s Biowein!“ war streng genommen illegal.</p>
<p>Ein Weintrinker konnte bei einem Wein aus biologisch angebauten Trauben mit EU-Siegel nur sicher sein, dass bestimmte von der EU festgelegte Standards im Weinberg eingehalten wurden. Die Arbeit des Winzers im Keller und die vielfältigen Möglichkeiten dort blieben unberührt. Die Biosiegel der verschiedenen Verbände wie Naturland, Demeter o. ä. gehen und gingen allerdings darüber hinaus. Sowohl was die Arbeit im Weinberg als auch die im Keller betrifft.</p>
<p>Ab der Ernte 2012 ist jedoch das Siegel Biowein von der EU erlaubt, wie man <a href="http://www.delinat-blog.com/bezeichnung-%C2%ABbiowein%C2%BB-offiziell-erlaubt/" target="_blank">hier</a> nachlesen kann. Die Eingriffe im Keller sind nun beschränkt, aber immer noch so weit gefasst, dass sie Spielraum für Manipulationen lassen. So darf im EU-Biowein z.B. Gummi arabicum zugesetzt werden, ein Stoff, der völlig unschädlich ist, den  Wein jedoch fülliger und geschmeidiger im Mund erscheinen lässt. Er wird seit jeher in der Lebensmittelindustrie als Stabilisator eingesetzt, so z. B. im Bier.</p>
<p>Beim Wein mildert dieser Stoff auch den Gerbstoff und sorgt dafür, dass der Weinfreund einen alkoholreichen Trunk nicht ganz so alkoholreich wahrnimmt. Ein wahres Wundermittel also, über dessen Einsatz sich einige Winzer bei einer Diskussion im Vinocamp 2012 heftig ereiferten nach dem Motto: „Ich bin doch ein Depp, wenn die anderen das benutzen und ich nicht!“</p>
<p>Soll ich als Weintrinker nun das Biosiegel der EU ignorieren und lieber einen Verbandsbiowein kaufen, könnte eine Frage lauten. Ja, wenn es so einfach wäre. Auf der Rückfahrt vom Vinocamp saß ich im gleichen Bummelzug wie Matthias Metze von <a href="http://www.delinat.com/" target="_blank">Delinat</a>, einem einflussreichen Bioweinhandel. Er erzählte mir, dass Delinat, wohlgemerkt ein Händler, im Gegensatz zu allen bekannten Biosiegeln auf eigene Biodiversitätszonen im Weinberg bestehe, falls ein Winzer das Delinat-Biosiegel erhalten wolle. Das bedeutet, so wie ich es verstanden habe, dass innerhalb der Weinberge bestimmte Zonen geschaffen werden müssen, die rebstockfrei sind und Rückzugsinseln für Tiere und Pflanzen bilden, die in der Monokultur, auch der biologisch bewirtschafteten, keinen Platz mehr haben.</p>
<p>Hier reitet also ein Händler mit kommerziellen Interessen an den Bioweinverbänden vorbei, was denen wohl nicht immer gefallen dürfte.</p>
<p>Es bleibt also nicht ganz einfach mit den Bioweinen, auch wenn man jetzt bald ein Schildchen mit dem Hinweis „Biowein &#8211; nur einsfuffzich“ aufstellen darf.</p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/03/eigentlich-gibt-es-keinen-biowein-oder-doch/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/03/eigentlich-gibt-es-keinen-biowein-oder-doch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was ist eigentlich eine Unkonferenz oder das Vinocamp 2012</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/03/ist-eigentlich-eine-unkonferenz-oder-das-vinocamp-2012/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/03/ist-eigentlich-eine-unkonferenz-oder-das-vinocamp-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 22:16:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=701</guid>
		<description><![CDATA[Bericht über das Vinocamp 2012 in Geisenheim.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Samstag, den 17.3. startete das zweite Vinocamp in Geisenheim &#8211; eine sogenannte Unkonferenz oder halt englisch <em>barcamp</em>. Dem Ruf der Weinblogger <a href="http://wuertz-wein.de/wordpress/">Dirk Würtz</a> und <a href="http://winzerblog.de/">Thomas Lippert</a> folgten etwa 130 Leute mit dem einen Ziel: Sich mit anderen über ihr Lieblingsthema Wein auszutauschen. dreizehn° war natürlich dabei.</p>
<p><img class="size-large wp-image-738" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/IMG_0740-1024x768.jpg" alt="Erstmal über den Rhein: Vorne Bastian Förg von geschmacksreich.de, hinten Schloss Johannisberg" width="460" /><br />
<em style="font-size:11px; line-height:1.5em;">Erstmal über den Rhein: Vorne Bastian Förg von geschmacksreich.de, hinten Schloss Johannisberg</em><br />
<span id="more-701"></span></p>
<p>Komfortabel untergebracht auf der anderen Rheinseite in Ingelheim beim <a href="http://geschmacksreich.de/">Geschmacksreich</a>-Blogger Bastian Förg schipperte ich des Morgens erstmal mit der Fähre zum Unkonferenzort. Von sanftem Morgenlicht beschienen geriet Schloss Johannisberg in den Blick: ein erhabener Anblick für jeden Freund des deutschen Weines. Zusammen mit Bastian und seinem Gastronomenkumpel Keule, Respekt für dessen Leidenschaft für die Farbe Türkis, betrat ich die heiligen Hallen der Weinbauuni Geisenheim.</p>
<p>Nach und nach füllte sich der größte Hörsaal und nach einleitenden Worten der Organisatoren erstellten wir ein gemeinsames Programm. Im Gegensatz zur Konferenz mit vorab geklärten Programmpunkten wird der Ablauf der Unkonferenz im Moment organisiert. Es bleibt deshalb Platz für Ungeplantes. Die Einzelveranstaltungen, die sogenannten Sessions, dauern dann jeweils eine Stunde. Jeder, der möchte, kann eine abhalten. So soll im<em> barcamp</em> keine Hierarchie zwischen Referenten und Zuhörern entstehen.</p>
<p>Ich entschied mich zunächst an einer Debatte zum Thema „Wieviel Online-Wine-Shops“ braucht das Land teilzunehmen, in der vor allem <a href="http://michael-liebert.de/weintipps/" target="_blank">Michael Liebert</a> und <a href="http://www.weinakademie-berlin.de/" target="_blank">Michael Pleitgen</a> das Wort führten. Fazit: Ohne vernünftigen, googlekompatiblen Content werden viele Shops in den nächsten Jahren aufgeben müssen, weil sie nicht gefunden werden oder vor Amazon in die Knie gehen, das sein Weingeschäft massiv ausdehnen wird.</p>
<div id="attachment_718" class="wp-caption alignleft" style="width: 183px"><a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Eich2.jpg"><img class="size-medium wp-image-718 " src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Eich2-173x300.jpg" alt="" width="173" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Alle Chargen schmecken gleich, meint Cordula Eich</p></div>
<p>In der nächsten Session suchte Cordula Eich, Verfasserin des „Super-Schoppen-Shoppers“ den Irrglauben zu korrigieren, dass die verschiedenen Chargen ein und desselben Supermarktweines unterschiedlich schmeckten. Wir prüften und befanden, sie hat recht, auch wenn die Auswahl &#8211; ein Rotwein und ein Weißwein in verschiedenen Abfüllungen &#8211; natürlich eher klein war.</p>
<p>Das Mittagessen verschweige ich hier. Es war zwar dem Ort &#8211; der Mensa &#8211; angemessen, aber nicht dem Anlass. Am Nachmittag folgte eine Diskussion zum Thema „Wein und Mobile“. Es ging heiß her. Offenbar wurde, dass Barcode und QR-Codes nicht der Weisheit letzter Schluss sein werden, wenn es um Wein und Handys geht.</p>
<p>Nach reichlich Seminarraummuff lockte der Weinberg. Moselwinzer <a href="http://www.wein-thul.de/" target="_blank">Karl-Josef Thul</a> demonstrierte unweit des Campus im Weinberg Rebschnitt und Reberziehungssysteme. Frisch wehte der Wind, sanft knisterte das Geäst. Alles höchst informativ, auch aufgrund des lebendigen Vortrags.</p>
<p>Ab sechzehn Uhr begannen die sozialen Weinproben mit verschiedenen Schwerpunkten: Ich folgte <a href="http://schnutentunker.wordpress.com/" target="_blank">Schnutentunker Felix B.</a>zusammen mit 16 anderen Teilnehmern zur Spätburgunderverkostung. Jeder Teilnehmer hatte eine Flasche gespendet. Fragestellung: Kriegen wir über eine Blindprobe raus, ob es sich um einen deutschen oder internationalen Wein handelt? Ob Zufall oder Können sei dahingestellt, mit elf richtigen Zuordnungen war ich für mich zufrieden. Am besten bewertet wurde der 2009 Spätburgunder Signatur von Burggarten (Ahr). Es folgten der 2008 Mittelheimer St. Nikolaus Spätburgunder Barrique von August Eser (Rheingau) mit erfreulichen 12% und der neuseeländischer Kollege  2010 Pinot Noir Block B von Schubert mit unerfreulichen 14,5%.</p>
<div id="attachment_734" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Winebänk.jpg"><img class="size-large wp-image-734" src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Winebänk-1024x727.jpg" alt="" width="460" height="326" /></a><p class="wp-caption-text">Gleich wird die Winebänk überfallen und Kellerleichen gefleddert</p></div>
<p>Der Abend sah uns in einem merkwürdigen Kellerlokal: der Winebänk des Weingutes Balthasar Ress. Menschen können dort in unterschiedlich großen Käfigen ihre Weine deponieren und bei Bedarf entnehmen und vor Ort trinken. Zugang hat man als Käfigmieter rund um die Uhr. Warum soetwas von der EU gefördert wurde, erschließt sich mir nicht. Das Motto der Party „Keine Angst vor reifem Wein“ führte zu einem Kellerleichengemetzel. Ich nehme mich da nicht aus mit meiner 1973er Oberemmeler Karlsberg Spätlese des Reichsgrafen von Kesselstatt. Letztlich sind das keine Spaßweine, und sie sollten in Würde das Zeitliche segnen und nicht Opfer von Serientrinkern werden. Wieder was gelernt.</p>
<div id="attachment_716" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Tomo-Kappesser-und-ich.jpg"><img class="size-medium wp-image-716 " src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/Tomo-Kappesser-und-ich-300x234.jpg" alt="" width="300" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Voll im Unkonferenzmodus: Timo Kappesser (re.) und ich</p></div>
<p>Gemeinsam mit Bastian und Nebenerwerbswinzer Timo Kappesser, der als Social-Media-Experte bei Rheinhessen e.V. arbeitet, trat ich den Heimweg an. Der 2009er Kappesser Gutsriesling, den wir noch auf dem Sofa verzehrten, gefiel mir gut.</p>
<p>Der Sonntag bot mit einer geführten Fehlerweinprobe bei Geisenheimdozent Prof. Dr. Jung, einer Diskussion über die Weinbewertungssysteme und einer Winzerfragestunde weitere interessante Beiträge.</p>
<p>Insgesamt war das Vinocamp 2012 für mich eine interessante und empfehlenswerte Erfahrung. Kooperative Atmosphäre, befeuernde Gespräche und nette Leute. Ein großer Dank deshalb an die Veranstalter und besonders auch an meinen Gastgeber Bastian. Rheinhessen rules!</p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/03/ist-eigentlich-eine-unkonferenz-oder-das-vinocamp-2012/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/03/ist-eigentlich-eine-unkonferenz-oder-das-vinocamp-2012/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hurra! dreizehn° gewinnt Seedlounge-Pitch.</title>
		<link>http://blog.13grad.com/2012/03/hurra-dreizehn%c2%b0-gewinnt-seedlounge-pitch/</link>
		<comments>http://blog.13grad.com/2012/03/hurra-dreizehn%c2%b0-gewinnt-seedlounge-pitch/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 23:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.13grad.com/?p=693</guid>
		<description><![CDATA[Bericht über den Sieg von dreizehn° beim Seedlounge-Programm für Start-Ups auf der Cebit in Hannover]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die harte Arbeit in der vorigen Woche (und in den Monaten davor) hat sich gelohnt. dreizehn° hat tatsächlich den Seedlounge-Pitch auf der Cebit in Hannover gewonnen! Der Preis ist die Möglichkeit, dreizehn° auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch einzustellen.<br />
<img src="http://blog.13grad.com/wp-content/uploads/dreizehn-Grad-Dein-Wein-gewinnnt-Seedlounge-1024x616.jpg" alt="" title="dreizehn-Grad-Dein-Wein-gewinnnt-Seedlounge" width="460" height="276" class="alignnone size-large wp-image-711" /><br />
<span id="more-693"></span><br />
Die Woche in Hannover war anstrengend und aufregend gleichermaßen. Während die Kollegen ja alte Hasen im E-Business sind, war´s für mich eine echte Herausforderung. Dauernd musste ich mein altes Siemens ME45-Handy verstecken, um nicht unangenehm aufzufallen. Dafür hatte außer mir keiner ein Taschenmesser dabei, wenns darum ging Äpfelchen aufzuschneiden beim leckeren Frühstück im Tagungsraum. Old School hat eben auch Vorteile.</p>
<p>Vormittags rackerten wir uns durch Vorträge bzw. Workshops. Darunter Herzrasen-Pitch-Training bei Siegfried Langbein, PR-Campaigning bei „das ist Bullshit“-Robert Basic oder Markteroberungsstrategien bei „Ladet auch mal die Journalisten mit ihren Frauen ein“-Sarik Weber. Nach vorzüglichem Mittagessen, das von dem empfehlenswerten Restaurant 11A geliefert wurde, verließen wir unser Domizil Modul 57 und strebten gen Messegelände, wo uns meist ein etwas unruhiger Nachmittag erwartete.</p>
<p>Händeschütteln, mal nen Kaffe bei Google+, Vorträge und nicht immer für uns passende Besuche auf diversen Ständen „Hier sehen Sie unsere Cloud-Business-Solution-Network-Steuerberater-Superduper-Social-Media-Hotel-Telefonieanlage“ rundeten das Programm ab, bevors zum verdienten 1-€-Feierabendbier mit den Jungs von Viva-La-date ging. Zu „Bück dich hoch“ von Deichkind schmeckte das nochmal so gut.</p>
<p>Abends dann Pitchvorbereitung im Team und schließlich pennen im schönen Bad Münder am Deister. Danke an dieser Stelle auch an Monika, Peter, Ulla und nochmal Peter.</p>
<p>Der Höhepunkt war dann der Samstag, wo wir gegen die Teams antraten, mit denen wir uns gemeinsam vorbereitet hatten. Schnell ein paar Rescue-Tröpfchen und dann rauf auf die Bühne. Mit einer Flasche Wein das Publikum bestochen und mit unserer Idee die Jury.</p>
<p>Tja, Leute jetzt gehts erst richtig los, und ich kauf mir ein neues Telefon! Vielen Dank für Eure Unterstützung.</p>
<div class="plus-one-wrap"><g:plusone size="medium" href="http://blog.13grad.com/2012/03/hurra-dreizehn%c2%b0-gewinnt-seedlounge-pitch/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.13grad.com/2012/03/hurra-dreizehn%c2%b0-gewinnt-seedlounge-pitch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

